Messtechnik Wasser - So koennen Sie Ihre Messdaten richtig nutzen

Kennen Sie den Spruch: „Wer misst, misst Mist“?

Er trifft meist dort ins Schwarze, wo Messdaten zwar erhoben, aber nicht richtig interpretiert werden. Oder schlimmer noch: es wird zwar gemessen, aber die Daten werden nicht weiter genutzt.

Messdaten in der Siedlungswasserwirtschaft richtig nutzen birgt ein enormes Potential für Anlagenbetreiber – sie geben wertvolle Einblicke in den täglichen Betrieb.

So können Sie verschiedene Trends in den aufgezeichneten Daten frühzeitig erkennen und angemessen reagieren.

Heute sind nahezu alle Ver- und Entsorgungssysteme mit messtechnischen Lösungen zur Erfassung der Anlagenzustände ausgestattet. Zahlreiche Systeme werden aufgrund der Über- oder Unterschreitung von Messwerten gesteuert.

Diese Steuerung geschieht beispielsweise anhand von Messwerten wie:

  • Behälterwasserstand
  • Durchfluss
  • pH-Wert
  • Druck
  • uvm.

Diese und viele weitere Daten können über installierte Geräte aufgezeichnet werden und geben Aufschluss über den Zustand einer Anlage. Daraus können Anlagenbetreiber Rückschlüsse auf mögliche existierende Probleme im Ver- oder Entsorgungssystem ziehen.

Hydrantenmessung_Newsletter.png

Abbildung 1: Druckmessgerät montiert am Oberflurhydranten

Verfügbare Messdaten richtig nutzen: So gewinnen Sie tiefe Einblicke in Ihr System

Was können (und sollten) Sie alles messen? Und wie können Sie die gesammelten Daten dann sinnvoll nutzen?

Die richtige Datenauswertung spielt vor allem bei der Fehlererkennung eine große Rolle. Denn nur mit dem entsprechenden Informationsgewinn können Sie mögliche Fehler im System schnell erkennen und diese rechtzeitig beheben.

Wir erklären es am Beispiel eines Wasserrohrbruchs:

Bei einem Rohrbruch spielt die Zeit eine entscheidende Rolle für die Menge des verlorengegangenen Wassers.

Je schneller also die Fehlstellen bei einem Wasserrohrbruch erkannt werden, desto mehr der wertvollen Ressource kann eingespart werden und für die Versorgung der Bevölkerung bereitgestellt werden.

Feststellung und Eingrenzung solch eines Gebrechens im System können abhängen von

  • verfügbaren Messgeräten
  • Leitungsinformationssystemen
  • Hydraulischen Modellen
  • uvm.

Die Auswertung und Erfassung selbst können dann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum Beispiel können temporäre Messungen im System die Eingrenzung erleichtern.

Temporäre Aufschnallmessungen machen es etwa möglich, Durchflüsse auch in kleinen Zonen zu erfassen. So können potenzielle Wasserverluste besser eingegrenzt werden.

So können Sie Fehler anhand der Messwerte erkennen

Bleiben wir bei unserem Beispiel, dem Wasserrohrbruch:

Bei einem Rohrbruch steigt der Wasserverbrauch, zugleich sinkt aber der Versorgungsdruck.

In der folgenden Abbildung einer Aufzeichnung von Messdaten können Sie sehen, wie sich solche Schwankungen erkennen lassen:

Diagramm_Newsletter.png

Abbildung 2: Verlauf von Durchfluss und Druck im Wasserversorgungssystem

Aber welche Werte spielen die größte Rolle?

Konkret sprechen wir von individuellen Werten, die an das jeweilige System angepasst werden müssen. Diese Werte werden dann anhand gewonnener Messdaten festgelegt – in Form von Schwellwerten oder Alarmierungsgrenzwerten.

Wichtige Parameter dafür können sein:

  • Durchfluss
  • Druck
  • Behälterstand
  • uvm.

Informationsgewinn durch die richtige Nutzung von Messdaten in der Siedlungswasserwirtschaft

Sie fragen sich, was es nun konkret für Sie und Ihren Betrieb bringt, sich mit den vorhandenen Messdaten genauer auseinanderzusetzen?

Die wesentlichsten Vorteile haben wir hier für Sie im Überblick zusammengefasst:

  • Kosteneinsparung (Wasserverluste, Energie aus Pumpbetrieb, Aufbereitung etc.)
  • Wissen vertiefen über die Funktionsweise und die Betriebspunkte des Systems
  • Eingriffszeiten massiv verkürzen bei etwaigen Störfällen
  • Ressourcenschonung, weil effizienterer Betrieb möglich wird
  • Optimierte Anlagensteuerung

Damit Sie von diesen Vorteilen in Zukunft profitieren können, müssen Sie die Trends Ihrer Anlage richtig interpretieren.

Außerdem sollte ein diensthabender Wasserwart, Wassermeister oder Betriebsleiter dahingehend geschult werden, entsprechende Maßnahmen und Handlungen aus den vorhandenen Messzahlen abzuleiten.

Wir von Mach und Partner unterstützen Sie bei der Interpretation der vorhandenen Messdaten und sorgen für die optimale Konfiguration Ihrer Anlagen.

Sie haben Fragen zur Interpretation und Nutzung von Messdaten in der Siedlungswasserwirtschaft?

KONTAKTIEREN SIE UNS GERNE

Wir von Mach & Partner haben über 30 Jahren Erfahrung im Bereich Wasserwirtschaft und Kulturtechnik.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema

DI Markus Günther
+43 (0) 664 88 30 8176 
markus.guenther@mach-partner.at

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